Aus meiner Feder: Irrwisch

Leise schlummernd in die Nacht,

räuspernd sachte umgedreht.

Die Augen sind ganz fest verschlossen,

Fantasie wird losgelegt.

 

>>Hereinspaziert, Hereinspaziert!

Ich zeig dir meine Welt.

Alles ist hier bunt und wild,

so wie`s mir gefällt!>>

 

Der Junge tritt sehr schnell hinein,

seine Augen werden gross.

Grüne Bänder durch die Lüfte,

dazwischen schwebt ein golden Los.

 

Er greift sofort mit seiner Hand,

nach dem golden Schimmer.

Plötzlich da ein Feuerknall,

ein Löwe springt durch`s Zimmer.


Er greift sofort mit seiner Hand,

nach dem golden Schimmer.

Plötzlich da ein Feuerknall,

ein Löwe springt durch`s Zimmer.

 

Arme zucken schreckhaft hoch,

die Augen sind verschlossen.

So hat er sich`s nicht vorgestellt,

der Junge scheint verdrossen.

 

Ein Lichtstrahl fällt durch seinen Traum,

die Fee erhebt den Stab.

Der Löwe wird hinfort gezaubert,

und dafür krächzt ein Rab.

 

Er hat ein blaues Federkleid,

und fängt dann an zu sprechen:

>>Du weisst es wirklich nicht zu schätzen,

ich werde mich nun rächen!>>

 

Der Rabe löst sich auf in Luft,

ein Schwert fliegt hoch herbei.

Der Junge zittert und erschrickt,

es rast an seinem Kopf vorbei.

 

>>Auf Wiedersehen, Auf Wiedersehen!

Ich werfe dich hinaus.

Alles war hier bunt und wild,

wo bleibt mein Applaus?>>

 

Laute Töne aus der Nacht,

stöhnend wuchtig umgedreht.

Die Augen vor Schreck aufgerissen,

Fantasie hat reingelegt.

 

C.K.Lambert

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